Olaf....lost in China

                   

                            Alan & Olaf   Die Männer-WG  Logbuch-Eintrag: Achtzehn

Alan freute sich auf einen freien Abend. Olaf war unterwegs, die Arbeit im Büro erledigt, der Himmel wolkenverhangen und der Smart-TV schnurrte bereits in der Aufwärmphase. Mal sehen was "Netflix" für diesen Feierabend zu bieten hatte, dachte er in heller Erwartung und aktivierte das Programm. "Netflix" jedoch, war plötzlich: "Lost in Translation". Chinesische Filme in aller Pracht wurden dem guten Alen vorgeschlagen. Auch der Verlauf zeigte sich in kantonesisch. Ein Blick auf das Türschild am Eingang bestätigte Alan, das er in der richtigen Wohnung verweilte. Nur das TV-Programm präsentierte den fernen Osten erschreckend nah. Nachdem Alan alle möglichen und unmöglichen Ursachen ausgeschlossen hatte, blieb letztlich nur eine Erklärung für das Phänomen. Olaf.

Was ist passiert in den letzten drei Tagen? Alen verbrachte diese nämlich bei seiner Liebsten im hohen Norden, jenseits des großen Flusses. Drei ruhige entspannende Tage. Für Olaf vermutlich der übliche Tanz am Rande des Vulkans. Eine Zeitspanne in der er mehrere Lieder komponiert, mindestens zwei neue Geschäftsideen entwickelt und auch noch Zeit eine neue Liebe findet. Während Alan darüber grübelte, erschien Olaf bereits in der Wohnung. Im Schlepptau hatte er eine entzückende Dame. Diese war offensichtlich Chinesin. Langsam lichteten sich die Nebel. Olaf war frisch verliebt. In eine Chinesin. Der geneigte Leser diese Blogs weiß bereits; Wenn Olaf liebt, dann nimmt er keine Gefangenen.

Die logische Konsequenz ist, dass Olaf in den letzten Tagen sein Leben komplett umstellte. Er begann damit die chinesische Sprache zu lernen, chinesische Filme zu schauen, chinesisch zu kochen und chinesischen Tee aufzubrühen. Konfuzius und Laotse wurden studiert und zitiert. Alan schaffte es relativ rasch sich an die neuen Umstände anzupassen. (Die harte Schulung der letzten Monate im "Bootcamp-Olaf" haben sich ausgezahlt). 

"China also", bemerkte der Gute zu sich selbst und dem Universum im Allgemeinen. "Warum nicht?" Die folgenden Tagen waren für Alen geprägt von chinesischen Essen (lecker), chinesischer Musik (anstrengend) und asiatischen Weisheiten (klug und dennoch mühsam). China war ÜBERALL. Olaf zeigte sich beseelt und begeistert von seiner neuen Flamme und ihrer Kultur und sprach von nichts anderem mehr. Einzig die Kommunikation der Beiden miteinander schien noch zu holpern. Die Dame spricht fast kein Deutsch und Olaf erst seit drei Tagen chinesisch. Für Olaf sind das natürlich keine Hindernisse. "Meistens reden die Menschen eh nur Quatsch, wir konzentrieren uns auf das Wesentliche", meinte Olaf mit einem Lächeln und wischte Alans Bedenken vom Tisch. Alan wagte nicht nachzufragen, was denn mit "wesentlich" gemeint sei. 

Einerseits hatte er Angst vor der Antwort und anderseits gab es zum Abendessen chinesische Teigtaschen. Sollte es dann noch gelingen, während dem Essen die chinesische Musik leiser zu drehen, könnte es noch ein angenehmer Abend werden.  


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