Ich habe fertig.....und Black Adam ist schuld


Einige Comic-Verfilmungen aus der Sammlung des Blogmasters - Foto by Andi Bauer

(Das Bild soll leidlich darstellen, dass der Autor dieser Zeilen durchaus eine Affinität zum hier kritisierten Genre hatte)

Denn, der Blogmaster zieht sich endgültig aus dem Genre der Comic-Verfilmungen zurück. Hier gibt es nichts mehr zu sehen. Die großen Zwei, MARVEL und DC-Comics haben es endgültig vergurkt. Aus und vorbei. Natürlich ist "Black Adam" nicht alleinig schuld an dieser Entscheidung, aber der Film war das letzte Tröpfchen, in das berühmte Fass. 

(Und das Black Adam im Titel erwähnt wird, liegt auch an meinem Google-optimierung-Berater. Dieser hat mir geraten immer einen aktuellen Film/Musik in die Titelzeile einzubauen, um gefunden zu werden)

Das Genre der Comicbuch-Verfilmungen ist schon länger im Kino präsent, war jedoch noch nie so dominant wie in den letzten 20 Jahren. "Batman hält die Welt in Atem" flimmerte 1966 über die Kinoleinwände und war nicht viel mehr als ein sympathisch, poppiges Spektakel für Kinder. "Superman" war wohl die erste Comic-Verfilmung für Erwachsene und zugleich der erfolgreichste Film des Kinojahres 1978. "Batman" von Tim Burton war 1989 ein Superhit. Nur "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug", hatte in diesem Jahr weltweit mehr Besucher. 1993 zeigte Steven Spielberg mit "Jurassic Park" was mit der neuen digitalen Technik alles möglich ist und öffnete damit die Türen, fantastische Inhalte überzeugend auf die große Leinwand zu bringen. Und damit kam auch die Zeit der Science Fiction Filme, Fantasie Filme und der Comic Buch Verfilmungen. Aufgrund der Technik war es nun möglich einen Spider Man glaubwürdig durch die Luft fliegen zu lassen.

Der erste "X-Men" Film aus dem Jahre 2000 kann als Initialzündung der noch immer anhaltenden Comic-Film-Welle betrachtet werden. Es folgten Superhits wie "Spiderman" (2002) und natürlich "Iron Man". Dieser startete 2009 das MCU. Für sich alleinstehende Filme, die mit einem größeren Filmuniversum verflochten wurden. Dies war am Anfang neu, spannend, interessant und aufregend. Die MCU-Filme zeigten Ideenreichtum, entwickelten sich weiter und hatten auch den Mut aktuelle Themen in die Inhalte einfließen zu lassen. Ein kreativer Höhepunkt war wohl der "Avengers" Film aus dem Jahre 2012. Dann gingen langsam die Ideen aus. Dennoch wurden ständig neue Charaktere eingeführt und unzählige Querverbindungen zwischen den Figuren und den Geschichten geschaffen. Verbindungen die mittlerweile niemand mehr durchblickt. Seit der Disney-Konzern Marvel gekauft hat, scheint auch  genug nicht mehr genug zu sein. Es muss immer mehr sein. Mehr Helden, mehr Effekte, mehr Einnahmen.  

Der Streaming Kanal Disney+ wirft im Monats Rhythmus eine neue MCU Serie nach der Anderen auf den Markt. Selbst die treuesten Fans blicken nicht mehr durch, was mittlerweile mit was oder wem zusammenhängt. Das endgültige Ende für das MCU war wohl "Avengers Endgame". Hier wurde alles hinein gequetscht, was an MCU Charakteren in den letzten 10 Jahren eingeführt wurde. 40 Helden in einem Film sind zu viel. Ein All-you-can-eat Buffett wo jedem danach schlecht ist. 

Derweil hat sich der Konkurrent Warner mit seinen DC-Comics (Batman und Superman) auch völlig verrannt. Wie viele verschiedene Batman-Parallel-universen gibt es mittlerweile? (Ich weiß es nicht). Ein neuer "Batman" Film hat mit den anderen Filmen nichts mehr zu tun. Alte "Batman" Charaktere (Michael Keaton) werden für neue Filme ("Flash") wieder aktiviert. Der "Joker"-Film startet ein komplett neues Universum und hat nichts mit nichts zu tun. Scheinbar haben die Produzenten weder einen Plan noch Durchblick über die unterschiedlichen Produktionen. Außer den Plan mit Comic-Verfilmungen Geld zu machen.

Das Jahr 2022 avancierte für mich der Tod der Comic-Verfilmungen. Bereits 2021 erstickten die "Eternals" an der eigenen moralischen Überlegenheit und floppten bitter. Niemand wollte eine "woke"  Comic-Verfilmung sehen, die langweilig ist. Die Menschen wollen schlicht unterhalten werden und brauchen keinen erhobenen Zeigefinger im Kino. Dann kam "Doktor Strange" mit einer unlogischen Geschichte und unnötigen Horrorelementen. "Thor" war wurde zu einer lächerlichen Witzfigur und "Black Adam" wiederholt wirklich ALLE Klischees. Der Film hat keine einzige neue Idee und ist nur laut und langweilig.

Die letzten wirklich guten Filme, basierend auf einem Comic, sind "Shazam" (2019) und die beiden "Dead Pool" Filme (2016 & 2018). Die beiden letzteren nehmen sich nicht ernst und fungieren auch als Satire. Der letzte herausragende Film war "Logan" aus dem Jahre 2017. Professor X leidet darin, seine Kräfte nicht kontrollieren zu können und der Held Logan stirbt am Ende. Ein Abschluss mit Würde.

Das gilt auch für das Genre. Es stirbt langsam. Leider ohne Würde.

Andi Bauer

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