Jurassic World 3 - Der dümmste Film des Jahres

 The Extinction of Jurassic World - diese Dino-Serie hat sich selbst ausgelöscht. 

Foto by Wiwi and the Kids


Um jeglichem Missverständnis vorzubeugen, der Autor dieser Zeilen liebt den ersten "Jurassic Park" Film. Spielbergs Meisterwerk ist auch nach 29 Jahren über jeden Zweifel erhaben. Der zweite und dritte Teil waren dann nicht mehr ganz so gut. Mit "Jurassic World" 2015 und dem Nachfolger "Fallen Kingdom" 2018 wurde das Franchise erfolgreich neu gestartet. Der erste Film war zumindest unterhaltsam, der zweite bereits mühsam. Der soeben in den Kinos gestartet dritte Film ist dumm und ärgerlich. Noch dümmer als Transformers 5 und das ist wahrlich eine Kunst. Das Problem des Films ist schlicht, dass er auf einer so einer dummen Story aufbaut, dass all das was danach noch kommt sinnlos erscheint und nicht funktionieren kann, weil das Publikum emotional und intellektuell bereits ausgestempelt hat.

Gleich zu Beginn wird mittels Nachrichtenmeldungen erklärt, dass die Dinosaurier jetzt auf der ganzen Welt unter den Menschen leben, die Behörden dies mehr oder weniger zulassen und darüber diskutiert wird, wie man das zusammenleben gestalten könnte. Man sieht einen riesigen Saurierfisch ein Fischerboot versenken. Man sieht den T-Rex durch den Zoo stapfen. Man sieht Kinder mit kleinen Sauriern spielen. Und ganz am Ende dieses News-Beitrages sieht man wie ein Flugsaurier sein Nest am New Yorker Empire State Building errichtet hat und gerade den frischgeschlüpften Babys Futter bringt. Vielleicht hat er sich ein paar übergewichtige New Yorker geschnappt, gibt eh genug davon. All dies vor den Augen der Bevölkerung welche scheinbar gemütlich ihren Alltag nachgeht. Auch die Behörden wirken nicht sonderlich aufgeregt sondern diskutieren darüber, wie man eine friedliche Koexistenz mit den Urechsen gestalten könnte.

Und es war die "Flugsaurier / Empire State Building" Szene nach 5 Minuten Film, bei welcher der Blogmaster bereits den Kinosaal veranlassen sollte. Viele weitere Szenen folgten bis zum bitteren Ende

Es folgt danach die übliches Schnitzeljagd. Böse Forscher und noch bösere Geschäftsleute. Dinosaurier die nicht kontrolliert werden können und die guten die sich unbeschadet durchkämpfen. Zusätzlich gibt es einen CIA-Einsatz bei einem Schwarzmarkt für Dinosaurier. Dieser geht natürlich schief, weil CIA natürlich blöd und schlecht organsiert. Einzig unsere beiden Tierforscher-Helden die als beobachtende Zivilisten (natürlich) in das Geschehen eingreifen und die bösen Tierhändler zur Strecke bringen. Natürlich werden auch nur die bösen von den Dinos gefressen. Diese scheinen hier einen moralischen Kompass zu haben. Es ist auch eine besondere Leistung, dass bei diesem Film die CGI-Effekt schlechter wirken als vom 29 Jahre alten Spielberg Original. Es gebe noch viel zu diesem Machwerk zu sagen. Sei es, wie lieblos die Schauspieler der Original Trilogie in die Geschichte integriert wurden, oder über die schlecht geschnittenen Action Szenen. Der fürchterlich, laute Soundtrack und die ständig schreienden Darsteller. Aber all dies sind schon viel zu viele Zeilen. Soviel Aufmerksamkeit hat sich dieser dieser Film nicht verdient hat. Kurzum, Regisseur Colin Trevorrow, der auch das Drehbuch geschrieben hat und als Produzent agierte, hats verkackt. 

Nach zwei endlos wirkenden und ärgerlichen Stunden endet der Film mit Bildern, welche die Koexistenz zwischen Dinos, Mensch und Tier als Ideal vermitteln. Dinosaurier galoppieren mit Pferden und marschieren mit Elefanten. Das haben sich weder die Dinos noch das Publikum verdient. Jede Julia Robert Romanze hat mehr Realismus und jeder Zeichentrickfilm ist wahrhaftiger. Denn diese Filme respektieren zumindest ihr Publikum und nehmen dieses auch ernst. "Jurassic World 3" ist ein einziger Affront gegen den (Eintritt zahlenden) Kino-Besucher.

Bleiben Sie zuhause oder schauen Sie lieber "Top Gun" ein zweites Mal

Andi Bauer

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