First & Last Christmas: Weihnachten in der Männer-WG

      Alan & Olaf   Die Männer-WG  Logbuch-Eintrag: Einundzwanzig

 Es ist das erste Weihnachtsfest für die Männer-WG. Und es wirft seine die Schatten voraus. Was heißt werfen. Die Schatten stürzen über Alan herein, wie Saurons Turm (Der aus "Herr der Ringe", für die ungebildeten Leser). Denn, wie der werte Leser bereits weiß, ist Alan mit einer großen Familie und einem noch größeren Freundeskreis gesegnet. Alle, wirklich Alle wollen mit ihm das heiligste und schönste aller Feste verbringen.

Da wären mal die Arbeitskollegen. "A walk in the park", wie der Amerikaner gern eine leicht zu bewältigende Aufgabe bezeichnet. Hier gilt es einfach die diverse Büros abzuschreiten, liebe Grüße zu verteilen und mit Schoko-Stücken in der Form bärtiger Männer um sich zu werfen. "Schoki" geht immer und wirkt auch immer.

Dann gibt es natürlich die Eltern in der fernen oberösterreichischen Provinz. Diese wollen natürlich auch ein Stück vom Sohnemann haben. Diese Situation wurde indirekt vom Schwesterherz bereinigt. Diese hat nämlich ein Kunststück vollbracht, was noch niemanden vor ihr gelang. Sie hat die Eltern für den heiligen Abend nach Wien eigeladen. Und diese haben.....Trommelwirbel....zugesagt. 

Es ist der erste Weihnachtsabend den die Beiden außerhalb der eigenen vier Wände verbringen, seit Alan geschlüpft ist. Was davor war wissen wir nicht und wagen auch nicht zu fragen. Für den nicht vollständig eingeweihten Leser darf durchaus erwähnt werden, dass die beiden äußerst selten die heimischen Wände verlassen. "The Home Is Their Castle". Alans Mutter verlässt eigentlich nur ihre Burg um Paps zu suchen und einzusammeln. Dieser ist verlässlich darin, spontan zu verschwinden um die Nachbarschaft mit Geschichten über den "Krieg" und andere Heldentaten zu unterhalten. Somit kann der Wienbesuch der Beiden durchaus als Weihnachtswunder abgeheftet werden.

Alans Geschwister drängen auch darauf besucht zu werden, müssen sich jedoch gedulden. Hierfür gibt es die Tage vom 25. bis zum 27.12. Das muss reichen um die Schar abzuklappern. 

Der wären da noch die Kinder. Töchterchen hat sich schon länger nicht mehr blicken lassen. Liegt wohl auch daran, dass sich Diese derzeit die kalifornische Sonne auf das Bäuchlein schein lässt. Studien-Reise heißt diese Aktion ganz offiziell. Sohnemann, wiederum steht zur Verfügung. Seine Antwort auf die Frage ob Er, den Heiligenabend mit seinem Herrn Vater verbringen möchte, lautete wie folgt:

"Ja, mein lieber Vater ich werde mit Freuden den Heiligen Abend an deiner Seite verbringen".

Zumindest ist sich Alan sicher, dass der Sohnemann es genau SO gemeint hat, als Er die kurze Antwort "OK" murmelte. (Der obige Satz darf als freie Übersetzung betrachtet werden). Alan ist immer noch beeindruckt von der ökonomischen Brillanz in der Kommunikation des Sohnemanns. Andere würden das "Okay" zumindest aussprechen und eventuell sogar ein "Ja" anhängen. Sohnemann schafft es mit zwei Buchstaben alles zu sagen. 

Alans Heiliger Abend findet natürlich bei der Liebsten im hohen Norden statt. Diese Liebste pflegt im Alltag eine Toleranz, welche selbst dem Dalai Lama als Vorbild gereichen würde. Diese Toleranz endet jedoch beim Heiligen-Abend. Ein Familienfest welches die unsichtbare Beziehungs-Leine schmerzhaft kurz werden lässt. Alans Anwesenheit bei diesem Fest ist obligat, in Stein gemeißelt, und mit Stahl verschweißt. Anders gesagt, eine Abwesenheit ist keine Option. Sohnemann (siehe oben) kommt auch dazu. Selbstredend der Nachwuchs der Liebsten. Bruder, Schwägerin und mindestens eine Schwiegermütter. Der Tisch im Haus der Liebsten ist voll. 

Somit bleibt als letztes die große Frage. Was tun mit Olaf? Dessen neueste Flamme (eine andere Geschichte) weilt über die Feiertage auf einem anderen Kontinent (nein, nicht in Asien). Seine Frau Mama ist in den steirischen Bergen und nahezu unerreichbar. Wie oben beschrieben ist der Tisch der Liebsten voll. Wobei Sie natürlich auch einräumt, dass Olaf ein durchaus interessanter und unterhaltsamer Gast sein könnte. (Könnte). Ob der Heilige Abend und die Runde der Liebsten soviel Olaf vertragen würde, darf dennoch bezweifelt werden. Abgesehen davon, der Tisch ist voll. Sowas von voll.

Somit droht der Männer-WG ein trister einsamer Heiliger Abend. Die Uhr tickt und der werte Leser fragt sich zurecht - und mit einem Hauch von Sorge:

Kann das Weihnachtsfest für die Männer-WG gerettet werden?

Wir wissen es noch nicht, können jedoch an dieser Stelle eines versprechen. Ein ausführlicher Bericht über die (wahrscheinlich) dramatischen Ereignisse der kommenden Tage folgt nach den Feiertagen. Hier in diesem Theater.

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